Ernährung nach… – Sinn und Unsinn von Ernährungsmethoden

 |  23. November 2021  |   Ulrike Feldmann  |  

Paleo, Ketogen, Low-carb, Low-fat, vegan, felxitarisch – Ernährung nach irgendwas und irgendwem  

Blickst du noch durch? 

Wer sich in Sachen gesunder Ernährung heute auf den Weg macht, steht nicht selten nach kurzer Zeit völlig verwirrt auf dem Marktplatz der Möglichkeiten. Ich kann verstehen, dass Menschen heute bei dem Thema einfach nur noch genervt die Augen verdrehen, angesichts sich widersprechender Methoden, Moralaposteln, Ernährungspolizisten und  Ärzten, die wenig darüber gelernt haben, wie Lebensmittel als Heilmittel eingesetzt werden können. 

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts schwappen regelmäßig Ernährungswellen durchs Land, und wenn du eine Frau irgendwo in der Lebensmitte bist, kennst du sicher viele davon. Und was hier vielleicht zunächst amüsant klingt, kann für Menschen die wirklich tiefgreifend auf der Suche sind, zu einer echten Odyssee werden. 

Dieser Artikel ist dann für dich interessant, wenn es den Anteil in dir gibt, der jenseits vom engen Korsett einer Ernährungsmethode an einen Weg glaubt. Damit eines klar ist: Ich bin keine Ernährungspäpstin mit Missionsauftrag. Essen ist nicht meine Religion.  Auch ich esse, um zu leben. 

Wenn Menschen in meine Praxis kommen, dann schwirrt ihnen in Sachen Ernährung nicht selten der Kopf. Sie selbst haben sich z.B. gerade den Bestseller "Krebszellen mögen keine Himbeeren"  gekauft, doch eine Freundin hat von einer Frau gehört, die unterstützt durch ketogene Ernährung weiter gekommen ist, und beim surfen im Internet stoßen sie auf Berichte über den Erfolg mit Trennkost, der Blutgruppendiät oder Gerson Therapie. Und wer mit diesen Fragen dann seinen behandelnden Arzt aufsucht, bekommt nicht selten ein verständnisloses Schulternzucken als Antwort. "Alles mehr oder weniger unnützes Zeug" , "nicht evidenzbasiert" (eine Antwort, mit der medizinische Laien mal eben auf die niederen Plätze verwiesen werden) bis hin zum Vorwurf der Scharlatanerie reichen dort oft die Aussagen. Ich weiß, das klingt zynisch, ist es ja auch. Aber mich macht das betroffen, und mir fehlt jedes Verständnis für so ein Verhalten. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Ernährungsmedizin nicht zur ärztlichen Ausbildung gehört. Sie aber entgegen sehr wohl evidenzbasierter Datenlage als unnütz abzutun, um davon abzulenken, dass ich gerade an den Grenzen meines Wissens ankomme, oder das längere Gespräch scheue, das sich aus solchen Fragen ergibt, weil im nächsten Zimmer schon der nächste Patient wartet, ist nicht hinnehmbar. 

In Heilberufen gehört es zu unserer Ethik, dass wir Menschen eine Tür öffnen, wenn wir an den Grenzen dessen ankommen, was wir leisten können. Wo ist das Problem? Niemand kann alles wissen und tun! Einen Menschen an einen anderen Experten weiter zu verweisen, ist kein Zeichen von Schwäche sondern einfach nur ehrlich, authentisch und integer. Und wenn ich das tue, vermeide ich, dass dieser Mensch auf dem Marktplatz der Möglichkeiten verloren geht. Mein Anliegen wäre das! Denn Menschen machen sich heute so oder so auf die Suche, und das ist auch gut so. Das tust du ja gerade auch, sonst wärst du nicht hier. 

Du hast also meinen vollsten Respekt, wenn du gerade im Dschungel der vielen Informationen versuchst dich durchzuschlagen. Insbesondere dann, wenn  dir das Leben die Pistole auf die Brust setzt, und es für dich kein "Weiter so..." mehr gibt. 


Das Problem von Ernährungsmethoden

Warum eine "Ernährung nach..." den wenigsten Menschen nachhaltig hilft

Wie gerne würde ich dir jetzt Methoden aufzählen, die dich sicher aus deinem jetzigen Zustand herauskatapultieren, um dein Ziel zu erreichen. Ganz gleich ob du gesünder, schlanker, schöner, glücklicher, oder wonach du dich auch immer sehnst, leben möchtest.
Ernährung X hilft dir auf jeden Fall beim Abnehmen, Methode Y, wenn du deine Stoffwechselprobleme in den Griff bekommen möchtest und Konzept Z, wenn du an Krebs erkrankt bist – Schön wär's !!

Natürlich wirst du schon auf Berichte gestoßen sein, wo jemand mit einer bestimmten Methode Erfolg hatte. Doch das heißt noch lange nicht, dass das dann auch für dich gilt. Wir können aus einzelnen Geschichten keine Allgemeingültigkeit ableiten, und die Erfahrung lehrt das auch! 


3 Gründe, warum du mit einem Ernährungskonzept nicht glücklich wirst

  • Ernährungsmethoden berücksichtigen nicht, mit welchem Bewusstsein du antrittst....
  • ob dein Stoffwechsel diesem Weg überhaupt gewachsen ist... 
  • oder sich  Voraussetzungen in einer Welt im Wandel schlichtweg ändern... 

Ernährung ist eine Frage des Bewusstseins

Es braucht weniger ein Konzept sondern vielmehr einen Weg, der Stufe um Stufe weiterführt

Ein Freund meinte vor Jahren zu mir: "Ulrike, wenn du viel mit Menschen zu tun hast, die an Krebs erkrankt sind, hast du ja in Sachen Ernährung sicherlich ein "dankbares" Publikum. Sind Betroffene nicht bereit, jeden Weg zu gehen?" Hm, weit gefehlt!! In keinem Bereich meiner Arbeit habe ich so eindrückliche Erfahrungen in wirklich alle Richtungen gemacht.

Ich habe Menschen trotzig die Kabanossi verspeisen sehen, mit dem Satz: "Dann sterbe ich halt eher, als dass ich an meiner Ernährung jetzt noch etwas ändere!" Es gab Begegnungen, wo Menschen aus Verzweiflung es mit der Gerson Therapie versuchten und nach Monaten des grüne Säfte Trinkens in sich zusammenbrachen. Doch unter der gleichen Therapie habe ich andere aufblühen und gesunden sehen! 
Ob eine Methode für dich funktioniert, hängt in weiten Teilen davon ab, ob dich dieses Konzept auch da abholt, wo du gerade stehst. Denn eines steht für mich fest: Ich habe mich in den letzten 20 Jahren mit vielen Ansätzen und Ernährungsmethoden auseinandergesetzt. Ich fand sie alle spannend, in den meisten Fällen in sich schlüssig. Jeder Experte hinter diesen Methoden hatte aus seiner Perspektive so gesehen Recht! 

Rückblickend habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit jeder neuen Methode, mit jeder neuen Lehre gewachsen bin. Doch bin ich gerade in Ernährungsfragen nie auf DEN einen Zug aufgesprungen. Vielmehr habe ich mich von jedem Ansatz inspirieren lassen, habe die Dinge in mein/unser Leben integriert, die für mich und meine Gesundheit Sinn ergaben und habe andere verworfen, weil mein Leben nun mal nicht in eine Box passt. Deins etwa? 
Und in meiner Praxis habe ich in den letzten Jahren die Menschen am Weitesten kommen sehen, die das ebenso gemacht haben. Genau aus diesem Grund habe ich meinen kostenlosen Onlinekurs "Beginner`s Mind" entwickelt. Er soll dir dabei helfen, dass du genau diese Position überhaupt erst einmal einnehmen kannst, die dir Sicherheit und Überblick auf dem Marktplatz der Möglichkeiten gibt. 

Das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse

Mein persönlicher Wegweiser und mein Credo

Die Betonung liegt auf Stufen! Methoden sind nicht selten das Ergebnis einer langen Reise eines einzelnen Experten oder auch ganzer Kulturen (z.B. die Ayurvedische Ernährungslehre oder auch die Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin). Und auch in meiner Praxis höre ich oft die Frage: "Ulrike, wie ernährst du dich denn, daran könnte ich mir ja ein Beispiel nehmen, denn schließlich bist du über diesen Weg ja gesund geworden!"
Schau, meine Reise hier auf diesem Planten dauert jetzt schon ein paar Jahrzehnte. Ca. 30 Jahre davon beschäftige ich mich bewusst mit dem Thema Ernährung. Wenn mir jemand damals meinen Lebensstil heute als Konzept vor die Nase gesetzt hätte, wäre ich sehr wahrscheinlich aufgestanden und gegangen. Gefühlt wäre das der Mount Everest gewesen, und ich hätte keine Ahnung gehabt, wie um alles in der Welt ich da raufkommen soll. Selbst wenn mir jemand die gesamte Ausrüstung für den Trip geschenkt hätte oder es eine Seilbahn gegeben hätte, es wäre zu dem Zeitpunkt niemals mein Gipfel gewesen. Die Luft wäre auf einmal viel zu dünn gewesen. Kriegst du den Punkt?

Aber so war es ja auch nicht. Ich habe mich in meinem Rahmen auf den Weg gemacht. Und es ist tatsächlich erstaunlich, wo man so landen kann, wenn man  30 Jahre lang jeden Tag ein paar Schritte geht. Na ja, ich hab auch mal Pause gemacht :), so ist das nicht! Und wenn du jetzt denkst: 
"Ulrike, 30 Jahre, so viel Zeit hab ich nicht!", dann lass dir gesagt sein. So lange muss das auch gar nicht dauern. Die Pionierarbeit mit "Try and Error" bleibt dir erspart. Darüber hinaus  leben wir in Zeiten großer Beschleunigung. Ich spreche immer häufiger mit Menschen, die nehmen diese Stufen in einer Geschwindigkeit, dass mir schwindelig wird. Aber, wenn die Zeit einmal reif ist.... , und das ist sie bei vielen, vielen Menschen heute. Wie sieht's bei dir aus?

Aber nochmal: Wenn ich hier von Stufen rede, meine ich damit niemals, dass du meinen, denen eines anderen Menschen oder Konzeptes nacheifern sollst. Es ist viel spannender und stimmiger, wenn du inspiriert davon, deine eigenen Wege gehst und gestaltest; denn kein Leben, kein Körpersystem gleicht einem anderen. 

"Du bist, was du isst!"

Ernährungskonzepte und ihr größter Irrtum 

Es ist unserem eher mechanistisch, wissenschaftlichen Denken geschuldet, dass wir davon ausgehen, dass alles, was wir essen natürlich auch da ankommt, wo es hin soll. Doch weit gefehlt! Der Satz "Du bist, was du isst!" stimmt so einfach nicht. Vielmehr müsste es heißen:
"Du bist das, was du auch verdaust!" Wenn wir essen, füttern wir keinen Motor, sondern einen Menschen aus Körper, Geist und Seele!

Zivilisationskrankheiten gehen in der Summe mit einer Schwäche insbesondere in der Verdauungskraft einher, heißt, das Problem fängt oft im Darm an, auch wenn die Symptome der Erkrankung sich gar nicht direkt dort zeigen.

Ich kenne in meinem Praxisalltag keinen chronisch kranken Menschen mit intaktem Darm! 

Entweder fehlt es an Verdauungsenzymen aus der Bauchspeicheldrüse (Maldigestion) und/oder die Darmwand des Dünndarms kann aufgrund von immunologischen oder auch entzündlichen Prozessen die Nährstoffe nicht optimal ins Blut resorbieren (Malabsorbtion). Wie du das herausfindest? Durch ein zugewandtes Anamnesegespräch, Antlitz-, Zungen- und Pulsdiagnostik lässt sich hier, ohne auch nur ein Gerät oder Labor zu bemühen, so viel erkennen. Und du kannst lernen, das alles bei dir und deinen Liebsten selbst zu erkennen. Das ist keine Hexerei sondern Wissen und Erfahrung alter Weisheitstraditionen, wie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie entstand vor Jahrtausenden in einer Kultur, die es verbot, den Menschen zu sezieren, und basiert auf der Beobachtung des Menschen, seiner Umwelt und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen. In unserer detailverliebten Welt ist diese Perspektive von unschätzbarem Wert. Dennoch verweile ich nicht im Gestern und bete die Asche an. Neue, moderne Laboruntersuchungen, wie die Mikrobiomanalyse können im Einzelfall die Probleme im Verdauungstrakt präzise benennen, und wir können auch aus dieser Perspektive sehr gezielt ansetzen, wo du vielleicht seit Jahren im Trüben fischst und einfach nicht voran kommst. 

Du musst kein Prophet sein, dass es für viele Menschen heute darum geht, einen Shift Richtung mehr  pflanzlicher, frischer Nahrung zu vollziehen. Doch auch die Verstoffwechselung gesunder Rohkost setzt eines voraus – Verdauungskraft! Du kannst also noch so gesund leben, sitzt du einmal im Loch dieser Schwäche, ist es mit ein bisschen mehr Gemüse nicht getan. Die  Inhaltsstoffe kommen einfach nicht an, weil deine Verdauungsorgane aus den oben genannten Gründen sie nur begrenzt aufnehmen können. 

Ein konkretes Beispiel zum Thema Krebs und Ernährung: Betroffene, die sich auf die Suche gemacht haben, kommen häufig mit der Frage, ob eine ketogene Ernährung für sie jetzt nicht angeraten ist. 
Hintergrund: "Krebszellen ernähren sich von Zucker und Kohlenhydraten" – über diesen Satz stolpern Menschen in diesem Zusammenhang immer wieder. Die ketogene Ernährung macht sich zu Nutze, dass unser Körper nicht nur aus Kohlenhydraten (die nimmt er allerdings bevorzugt), sondern auch aus Fetten und Eiweißen Energie gewinnen kann. Eine Ketose bezeichnet diesen Stoffwechselzustand, daher der Begriff ketogen. Einfach gedacht, kann das ja die Lösung sein: Du isst Fette anstatt Kohlenhydrate, hast also Energie, aber dein Tumorgeschehen wird, zumindest aus dieser Perspektive, nicht weiter "gefüttert". 

Doch Fett ist ein schwer verdaulicher Nährstoff und insbesondere im Fall von ohnehin schon geschwächten Menschen davon auszugehen, dass sich Betroffene mal eben so auf eine fettreichere Ernährung umstellen können, erweist sich in der Praxis häufig als Irrweg. Fettstühle, Durchfälle, Blähungen sind nicht selten die Folge. Es ist zu eindimensional gedacht, wenn man einfach nur einen Weg sucht, weg von den Kohlenhydraten, die ein Krebsgeschehen anfeuern können. Auch, wenn du von Menschen hörst, die auf diesem Weg Erfolg haben, macht es Sinn, hier im Einzelfall genauer hinzuschauen. Bye the way, ketogene Ernährung bedeutet für viele ein Shift Richtung mehr tierischem Eiweiß. Für mich ist das eher der Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Sinn ergibt das für mich nicht. Doch entscheide selbst...

Wenn Konzept auf Wirklichkeit trifft

Ernährungsmethoden in einer Welt im Wandel

Googelst du heute den Nährwert von Lebensmitteln, findest du  Angaben, was z.B. eine durchschnittliche Möhre enthalten soll. Doch damit ist nicht gesagt, dass das Gemüse auf deinem Teller da auch tatsächlich rankommt. Weißt du, wo "deine Möhre" gewachsen ist ? Auf freiem Feld oder einer Nährlösung unter Schutzatmosphäre?

Und was völlig außer Acht gelassen wird, sind die Substanzen, die wir seit dem Einzug der Industrie in die Landwirtschaft mit "unserer Möhre" auch noch aufnehmen... 
Damit sind die Pestizide, Herbizide, Fungizide und andere Umwelteinflüsse gemeint. Milchprudukte stammen von Hochleistungskühen und landen nur noch hochverarbeitet und denaturiert in unseren Supermärkten (Bioläden incl.). Der Großteil des Fleisches in Metzgereien kommt aus der Massentierhaltung. 

Heißt, die meisten Ernährungsmethoden berücksichtigen diese dramatischen Veränderungen der letzten 30 Jahre nicht, was sie ja auch nicht können, wenn die Experten im letzten Jahrhundert gelebt haben. 

Ernährungsmethoden 2.0 – So notwendig sind Anpassungen und "Updates"

Die Öl – Eiweiß – Ernährung von Frau Dr. Johanna Budwig

Frau Dr. Johanna Budwig sah in einem gestörten Fettsoffwechsel die Ursache für den Anstieg von Zivilisationskrankheiten aller Art , insbesondere Krebserkrankungen. Ihr ist es zu verdanken, dass wir heute von Omega–3–, Omega–6, von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sprechen können. Sie entwickelte die Öl-Eiweiß-Ernährung auf der Basis naturbelassener Lebensmittel!  Vielleicht hast du schon etwas von Quark-Leinöl-Creme gehört. Frau Dr. Budwig griff zu ihrer Zeit auf Rohmilchprodukte zurück, die mit unserem Magerquark in den Rezepten von heute gerade mal gar nichts mehr zu tun haben. Außerdem wurden Krebserkrankungen zu ihrer Zeit in der Regel erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, so dass viele ihrer Patienten bereits von Auszehrung gezeichnet waren. Hier konnte sie mit ihrem Ansatz tatsächlich weiterhelfen...
Heute starten Betroffene nicht selten aus einem Zustand des Übergewichts in eine Krebserkrankung. Nun einfach herzugehen, und diesen Menschen Quark-Leinöl zu empfehlen, um sie  optimal mit schwefelhaltigen Eiweißen und Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, führt für mich in die Irre. Einen Menschen, dem man die Fülle an Einlagerungen schon ansieht, weiter mit Milchprodukten zu "füttern", die diesen Zustand noch anfeuern, macht keinen Sinn. 
Zwei Voraussetzungen, die Qualität der Milchprodukte und die Grundverfassung der meisten Patienten haben sich seither verändert. Das gilt es zu berücksichtigen.  Den Grundgedanken, schwache Menschen besser mit Omega–3–Fettsäuren zu versorgen, greife ich  auch in meiner Arbeit auf. Nur wähle ich kein Quark–Leinöl! Vielleicht wäre Frau Dr. Budwig ja heute auch Fan von  Omega–3–Öl aus Algen 😉

Die Gerson Therapie nach Max Gerson 

Herzstück dieser Therapie sind frisch gepresste Gemüsesäfte. Geschwächte Menschen profitieren davon, dass sie durch das Trennen der Faserstoffe ohne viel Verdauungskraft aufwenden zu müssen, so an die wertvollen Enzyme und Vitalstoffe aus dem Gemüse gelangen. Doch natürlich ging auch Gerson in der Mitte des letzten Jahrhunderts von damals gängigen Nährwerten aus. Heute haben selbst Biomöhren einen deutlich höheren Zuckeranteil bei weniger Enzymen und Vitalstoffen, als das Mitte des letzten Jahrhunderts noch der Fall war. Ein konzentrierter Saft aus solchem Gemüse wirkt natürlich anders als von Gerson ursprünglich gedacht. 
Auch hier haben wir es mit einem wichtigen und nach wie vor zukunftsweisenden Grundgedanken zu tun, der aber an die neuen Gegebenheiten angepasst werden muss. 

Ernährung nach dem Ayurveda oder der Traditionellen Chinesischen Medizin

Diese alten Weisheitstraditionen fussen auf Gesetzmäßigkeiten, die niemals ihre Gültigkeit verlieren werden. Doch in Bezug auf die Ernährung gehen auch diese Traditionen von einem Gleichgewicht im Nährstoffverhältnis innerhalb von Lebensmitteln aus, das so heute nicht mehr gegeben ist. 
Ein Beispiel: In der TCM heißt es, dass ein schwacher Mensch, der friert, von Rohkost nicht warm und  auch nicht gesund wird. Folglich empfiehlt man Betroffenen vorwiegend warm zu essen und Rohkost zu meiden. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts ging diese Rechnung irgendwie auf, weil durch das Erhitzen von Nahrung natürlich Nähr- und Vitalstoffe verloren gingen, Gemüse und Obst aber immer noch so viel davon hatten, dass ein schwacher Stoffwechsel davon profitieren konnte. 

Heute haben wir nach wie vor große Früchte, die aber nur noch einen Bruchteil der Vitalstoffe von damals enthalten. Heißt: Heute geht die Bilanz so nicht mehr auf. Erhitzen wir Obst und Gemüse verabschieden sich die ohnehin schon spärlich vorhandenen Enzyme und Vitalstoffe fast ganz, doch die reichlich vorhandenen Faserstoffe müssen irgendwie bewältigt werden.

So bleibt ein schwacher Stoffwechsel da wo er ist, in der Schwäche!
Auch hier verliert der Grundgedanke nie an Aktualität, braucht aber die neue, an die Moderne angepasste Interpretation. 

Essen um zu leben – 

Echte Transformation jenseits von Oberflächenkosmetik und Wellenbewegungen 

  • Ich hole dich dort ab, wo du gerade stehst....
  • Wir schauen, wie fit dein Darm für neue Wege ist, und schaffen dort ein solides Fundament. 
  • Aus dem großen Schatz der Möglichkeiten wählen wir DEINE ersten und nächsten Schritte....
  • Ziel ist es, ein Basislager  zu etablieren, von dem aus du deine Wege gesunder Selbstfürsorge immer weiter gestalten und verfeinern kannst...
Um im 21. Jahrhundert gesund zu werden und/oder es zu bleiben, MÜSSEN wir auch in Ernährungsfragen umdenken. Es reicht nicht mehr, unseren Körper einfach "nur" zu nähren. Mehr denn je gilt es, ihn  zu vitalisieren und ihm dabei zu helfen, dass Toxine, die sich unweigerlich im Laufe der Jahre angereichert haben, auch wieder loszuwerden. Mit dem, was du isst, kannst du dafür sorgen, dass Gifte gelöst, gebunden, transportiert und auch wieder ausgeschieden werden. Das heißt nicht, dass wir das Rad neu erfinden müssen. Methodenübergreifend können wir uns auf dem Marktplatz der Möglichkeiten das heraus suchen, was zu dir, den Bedürfnissen deines Körpers und deinen Herausforderungen im Alltag auch passt. Es ist alles da, muss nur im Einzelfall neu gedacht und an unser modernes, komplexes Leben angepasst werden. 

Essen um zu leben – eine Synthese unterschiedlicher Ernährungsansätze

Mit Herz und Hirn für deine Wege gesunder Selbstfürsorge 

Natürlich gibt es Ernährungsmethoden und Ansätze, die mich persönlich und auch in Bezug auf meine Arbeit insbesondere beeinflussen. Für mich sind Elemente aus der modernen Rohkosternährung besonders wegweisend. Und keine Sorge, Rohkost bedeutet schon lange nicht mehr, dass man den lieben langen Tag auf einer Selleriestange herumkaut. Hier geht es um kreative, dabei einfache Zubereitungsformen, darum Lebensmittel wieder als das wahrzunehmen, was sie seit jeher sind und sein sollten, Leben vermittelnd. Ich habe viel mit geschwächten Menschen zu tun und saß selbst lange in diesem Loch. Mir ist bewusst, dass der Gerson Therapie bisher keine evidenzbasierte Wirksamkeit nachgewiesen wurde.  Aber die Erfahrungen sprechen für sich und eine sehr deutliche Sprache. Frisch zubereitete Gemüsesäfte gehören für viele Menschen in meinem Feld bald zum Alltag, und keiner will sie mehr missen. Aus der Öl-Eiweiß-Ernährung bin ich inspiriert in Bezug auf den Umgang mit Fetten, aus dem Ansatz des intermittierenden Fasten ist für uns deutlich geworden, wie wichtig es ist, den Körper viele Stunden am Tag nicht zu "füttern". Dabei geht es niemals um getaktetes Essen im Fastenmodus mit Stoppuhr in der Hand – auch hier zählt der Grundgedanke, an deinen Alltag angepasst. Ansätze aus der Trennkost sind insbesondere wichtig für Menschen mit empfindlichem Darm; denn so wie wir  in der deutschen Durchschnittsküche Lebensmittel kombinieren (Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß oder Obst und Kohlenhydrate), ist das für viele Bäuche ein Desaster. 

Egal, wo wir Prioritäten setzen, ich stehe hinter dir und nicht hinter  Methoden. Meine Aufgabe sehe ich darin, dir praxisnahe, alltagstaugliche Wege aufzuzeigen, damit ein Gefühl der Machbarkeit und des Aufbruchs entsteht, deinem Leben zugewandt.  Daran darfst du mich auch messen.  

Und wenn ich eines gut kann, dann motivieren 😉 Geht nicht, gibt's nicht!  

Wenn du diese Zeilen ließt, ist es sekundär, ob du  aus der guten deutschen Durchschnittsküche aussteigen möchtest oder du bereits Wege gesunder Selbstfürsorge gegangen bist, die jetzt verfeinert werden sollen. Ob du nicht mehr länger als Zuckerjunkie an der "Nadel hängen" möchtest, oder dir eine Diagnose die Pistole auf die Brust setzt, und jetzt Sorge und Angst zum ständigen Begleiter geworden sind....

"Der wichtigste Moment ist die Gegenwart, der bedeutendste Mensch ist der, der mir gerade gegenübersitzt, und das wichtigste Werk ist die Liebe..."


Dieser Satz von Meister Eckart ist mir Anspruch und Mahnung zugleich. Mit Respekt und Demut vor deinem bisher gelebten Leben finden wir Wege, die dich wieder in die Kraft führen und im Alltag für dich auch funktionieren, jenseits von Oberflächenkosmetik, Wellenbewegungen und hektischem Aktionismus. 
  • Wird dich das aus deiner Comfortzone locken? – JA! –
  • Wirst du die ein oder andere Bequemlichkeit aufgeben? – JA! –
  • Kann das Freude machen? – Auf jeden Fall! –
Die ersten positiven Rückmeldungen deines Körpers werden zum Wind unter deinen Segeln, und mit Strategien aus der Body — Mind — Medizin stärken wir  auch deinen geistigen Muskel, der dich auch in schwierigen Zeiten, die ganz natürlich dazugehören,  wieder nach vorne bringt. Leben ist auch auf dieser Ebene, ein ständiges Wiederanfangen....


"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der dich schützt, und der dir hilft zu leben...."

                                                                                                                                             Hermann Hesse                  
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